Der Digital Artist – unverstanden und unbeschreiblich

Digital Artists im Kennenlerndialog

„Was machen Sie beruflich?“ – „Ich bin Digital Artist“ – „Oh, bitte was?!“ So oder so ähnlich haben meine Kennenlerndialoge vermutlich schon 20 oder 30 mal begonnen. Anschließend folgt der verzweifelte Versuch, meinen Beruf zu erklären. Wir als Digital Artists bringen nicht nur Bilder zum Verschmelzen, kreieren neue Welten oder radieren Elemente aus, nein auch wir selbst scheinen irgendwie verschmolzen, ausradiert oder in einer ganz anderen Welt zu leben. Ein Beitrag zur Aufklärung..

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Digitalkünstler – unverstanden und schwer zu beschreiben

Es gibt solche und solche Berufe – Die meisten traditionellen Jobs kennt man und kann sie auch sofort zuordnen. Dachdecker zum Beispiel – ach wie wünschte ich, dass sich das Bild über die Art meines Broterwerbs im Kopf des Gegenübers so leicht und unbeschwert zusammenfügen würde wie mit einem solchen Titel. „Ach so“ wäre die Antwort, „verstehe“. So etwas ist mir mit dem Ausdruck Digital Artist, 3D Artist oder Photoshop Artist aber noch nie passiert. Ich ernte in der Regel nur verständnislose Blicke und große Fragezeichen. Dann fange ich an mit Worten und Händen zu erklären was ich mache und fühle mich dabei wie ein verirrter Tourist in einem Land, dessen Sprache er nur spartanisch beherrscht. Am Ende bleibt das dumpfe Gefühl, dass mein Gegenüber nichts davon verstanden hat und ich fühle mich in Gesprächsthemen wie der Berufswahl etwas desorientiert. Und doch bin ich stolz darauf, Digital Artist zu sein.

“Medieval town” von Rüdiger Lauktien

Die Künstler der komplexen, digitalen Zeit 

Unsere Tätigkeit ist in der Tat nicht in zwei, drei Sätze zu kleiden. Viel zu komplex sind mittlerweile die Tätikeitsfelder, Techniken und Tools geworden, mit denen wir unsere detailverliebten Artworks in die digitale Welt uploaden. Wir könnten reden über Visuals, Moodboards oder Composings … oder doch lieber über Photoshop, Creative Retouching, Kopierstempel oder Verflüssigenwerkzeuge …  oder wir sprechen einfach über 3D Renders, Shading Nodes, Displacement Maps und Hardsurface Modeling, macht es doch mehr Sinn von Stockfotos, Fotoshootings oder RAW-Editing zu reden? Ich mache mich unbeliebt. 

Sobald sich die schwer zu umschreibenen Fachtermini des Digital Artists in den Gesprächssalat schleichen, schaltet mein Gegenüber ab. So degradiere ich meine über Jahrzehnte hart erarbeiteten und durch unmengen von Tutorial-Videos und gescheiterten Ansätzen erkämpften Fähigkeiten in einem Nu zu so etwas wie: „Naja, ich mach äh ..Bildbearbeitung..“

City Apocalypse - Artwork von Photoshop & Digital Artist Rüdiger Lauktien
“Apocalypse” – Photoshop Composing von Rüdiger Lauktien

Die Lösung des Verständnisproblems

So wie in der Kommunikation mit fremdartigen Kulturen und Ländern, braucht es auch in dieser verzwickten Situation einen ähnlichen Lösungsansatz.  Man muss sich einer Sprache bedienen, die das Gegenüber versteht – man braucht einen gemeinsamen Nenner. Und den gibt es auch für Digital Artists: 

Neigt sich nun also das oben angeführte Gespräch langsam dem bereits erahnt unbefriedigenden Ende zu, so ziehe ich in der Regel das iPhone aus der Tasche und zeige einfach ein paar meiner Digital Artworks. So erklärt sich alles am besten und die Reaktion ist auch immer dieselbe: „Ahhhh, sowas meinst du“. Hach wie schön, dass sich die Verständnislosigkeit nun doch noch gewandelt hat und ich aus meinem unsichtbaren Dasein heraustreten darf. 

“Island Logo” – Digital Artwork Rüdiger Lauktien

Nur ein Fehler darf mir jetzt nicht passieren:

Ich: „Ach, das ist übrigens kein Foto, sondern in 3D gerendert“ – „Äh, wie meinst du das?“ An diesem Punkt geht andernfalls alles wieder von vorne los.

photoshop-composing-mit-retusche
“Egg’s Nightmare” – Digital Artwork Rüdiger Lauktien

Fragen und Antworten zum Thema Digital Art

Was macht ein Digital Artist?

Er ist eine Art moderner Künstler und kreiert im digitalen Raum surreale oder fotorealistische Bilder aus echten Fotos, 3D Renders, Illustrationen oder anderen bildlichen Quellen.

Für wen macht er das?

Es gibt Künstler, die es einfach aus der Lebensfreude heraus für sich selbst machen und die ihrer künstlerischen Kreativität auf diesem Weg Ausdruck verleihen. Es kann sich aber auch – wie bei Lauktien & Friends – um zweckgebundene Kunst handeln, die der Produktindustrie oder Werbung dient, oder die auf kreativem Weg auf bestimmte Themen oder Probleme aufmerksam macht. Die Erarbeitung von künstlerischen Produktbildern ist besonders interessant, da diese auf höchst ästhetische Art gestaltet werden können.

Wie viele Unterarten gibt es?

Es gibt unzählige Stile und Arten. 2D, 3D, Illustratoren, Concept Artists, Matte Painter für die Filmindustrie und so weiter. Und jede dieser Bereiche hat zahllose Unterkategorien.

Wie arbeitet ein Digital Artist?

In der Regel entstehen Artworks mit Hilfe eines Computers, Tablets oder Laptops. Manchmal wird auch analog auf Papier gearbeitet und erst nacher digital importiert. Es gibt zahlreiche Software-Möglichkeiten. Die Bekanntesten sind Adobe Photoshop und Lightroom, 3DSMax, Blender oder Illustrator.


Rüdiger Lauktien – Digital Artist Design Studio Lauktien 6 Friends

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